MedienDisput Berlin
 
"DownloadenDie Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa,
Staatsministerin Margit Conrad,
und der MainzerMedienDisput
laden Sie herzlich ein zu einer Debatte zum Streit-Thema:

„Unter 3“ – Politiker und Journalisten in einem Boot?


Dienstag, 13. November 2012, 19.00 Uhr
in die Landesvertretung Rheinland-Pfalz beim Bund,
In den Ministergärten 6, 10117 Berlin.


Es diskutieren:

Ole von Beust, Ex-Bürgermeister Hamburg, Autor des Buchs: „Mutproben“ (2012)
Ulrich Deppendorf, Leiter ARD-Hauptstadtstudio
Claudia Kade, Redakteurin, Financial Times Deutschland
Dirk Kurbjuweit, Autor DER SPIEGEL, früher Leiter des Hauptstadtbüros
Matthias Machnig, Wirtschaftsminister Thüringen, Ex-Leiter der SPD-Kampa
Frank A. Meyer, Publizist, Cicero

Moderation: Prof. Dr. Thomas Leif, SWR (www.2plusleif.de)
 

„Wenn Ihre Kollegen in der Redaktion `Unter 2´ nicht verstehen, sollten Sie das dringend lernen.“ Nick Leifert (ZDF) ermahnt Spiegel-Reporter, weil diese angeblich Quellen preisgeben.

„Das wichtigste Instrument um Einfluss zu nehmen, ist Nähe und Informationen, sind Schmeicheleien. (...) Die Einflussnahme, die mir begegnet ist so eine einfühlsam freundliche, nicht die mit direkten Drohungen.“ So klingt die Lageeinschätzung zum Berliner Nachrichtenhandel aus der Perspektive der erfahrenen ZEIT-Redakteurin Elisabeth Niejahr. „Das journalistische Geschäft ist brutaler und skrupeloser geworden, als vor 10 oder 15 Jahren.“ Es gebe mehr „Hit and Run“, die Sitten seien verroht. Einerseits klagen Politiker und Pressesprecher über den zunehmenden Kompetenzverfall der Medien, ihre Unberechenbarkeit und ihre Personalisierungssucht. Auf der anderen Seite ist die Rede von fachlichen Defiziten in Sachfragen, gesetzten Informationen über die Boulevardmedien und leicht durchschaubaren Inszenierungen als Politikersatz. Trotz dieser gegensätzlichen Sichtweisen ist man aufeinander angewiesen. Über das Wechselverhältnis von Politik und Medien diskutieren Vertreter beider Lager u.a. zu folgenden Fragen:

Was kritisieren Politiker an Journalisten? Welche Defizite machen Journalisten in der Politikvermittlung aus? Wie kann die „nervöse Zone“ Berlin entschleunigt werden? Schadet die zunehmende Personalisierung oder erleichtert sie das Verständnis von komplexen Sachverhalten? Welchen Einfluss haben die immer wieder zitierten „Strippenzieher und Hinterzimmer“ im Kommunikationsgeschäft? Begegnen sich Politiker und Journalisten noch auf Augenhöhe?


Über diese und andere Fragen rund um das Wechselverhältnis von Politik und Medien , wollen wir während des MainzerMedienDisputs in Berlin streiten. Und mit dem Publikum nach konstruktiven Lösungen für eine bessere journalistische Kultur zu suchen.


Anmeldungen unter: veranstaltungen@lv.rlp.de bis spätestens 2.11.2012

Nach der Veranstaltung informelle Gespräche im formellen Rahmen mit Suppen-Buffet und Riesling aus dem Land, wo der beste Riesling der Welt wächst.